Kleingärtnerverein „Neues Leben“ e. V.

Bewässerung

bewaesserungWenn die Hitze wieder über den Gärten flirrt und Trockenheit den Pflanzen zu schaffen macht, sollte der Gärtner nicht nur mit Wasser, sondern auch mit dem notwendigen Wissen über die richtige Bewässerungstechnik im Garten ausgestattet sein.

Lieber in großen Abständen nachhaltig gießen damit die Pflanzen nicht “verwöhnt” werden. Denn “verwöhnte” täglich gegossene Pflanzen entwickeln wenig Wurzeln in die Tiefe, werden “faul” und gehen bei der nächsten Trockenperiode ein. Bitte immer morgens und nie über die Blätter gießen! Nur beim morgendlichen Gießen landet die Feuchtigkeit auch dort, wo sie hin soll: an den Wurzeln. Abendliches Gießen fördert den Pilzbefall und erhöht das Infektionsrisiko. Mittags in Sonne und Hitze erleiden die Pflanzen einen Temperaturschock und infolge der fokussierenden Wirkung des Wassers meist schlimme Verbrennungen.

Gießen Sie mit einem weichen Strahl. Zu hart eingestellte Wasserfontänen verdichten den Boden und waschen das feine Sediment aus ihm aus. Sauberes Wasser – das macht ein Blick z.B. nach Spanien klar – ist ein Ressource, die nicht unbegrenzt zur Verfügung steht.

Regenwasser nutzen:
Die Nutzung von gesammeltem Regenwasser in Regentonnen, Zisternen und modernen Regenspeichern ist da eine Selbstverständlichkeit. Mittlerweile gibt es hochwertige Regenspeicher aus Stahlbeton mit 6300 Liter Fassungsvermögen, die unsichtbar im Untergrund verborgen die Verwendung von Leitungswasser fast ganz überflüssig machen. Moderne Technik hat auch bei der Bewässerung selbst Einzug gehalten.

Ein kleinerer Garten ist noch gut mit einer Gießkanne zu bewältigen, bei größeren Gärten kann sich der etwas bequemere Gärtner auch die Anschaffung regelrechter Bewässerungssysteme überlegen. Für den Hobbygärtner empfehlen sich Systeme mit Tröpfchenbewässerung. Bei dieser Technik ist ein hoher Wirkungsgrad gewährleistet: Der größte Teil des eingesetzten Wassers landet auch tatsächlich bei den Pflanzen.